Outdoorküche

Outdoorküche selber bauen

Endlich ist es soweit, nach fast 1,5 Jahren Planung ist meine Outdoorküche fertig und deshalb folgen hier einige Ideen und Tipps zum Bau und Einrichtung. Eigentlich ist das Ganze auch eher eine BBQ/Grill Lounge geworden!

Der Grundstein für meine Outdoorküche wurde vor Jahren mit dem Bau eines Carports gelegt, durch Erweiterungen und Umbauten ist es über Jahre angewachsen. Am Ende waren die Grills sowie die Outdoorküche vom feinsten, aber das Drumherum war einfach nicht mehr schön und durchaus „baufällig“. Der Umbau wurde von mir komplett auf Instagram festgehalten und ihr könnt euch das in den Highlights anschauen TEIL 1 und TEIL 2.

Zustand vor dem Umbau:

  • Die Holzfliesen, aus denen der Boden der alten Outdoorküche bestand, und vor allem die Unterkonstruktion wurden ein Opfer der Feuchtigkeit und auch der Zaun sowie die Terrasse haben darunter noch mehr gelitten.
  • Das Dach war ein Flickenteppich und musste einmal runderneuert werden.
  • Die Stromversorgung war nach mehrfacher Begegnung mit dem Rasenmäher nicht wirklich stabil, außerdem habe ich durch die Verkabelung unter den Holzfliesen nicht mehr durchgeblickt.
  • Die Outdoorküche war nicht mit der Terrasse verbunden, ein Teil des Zauns versperrte den Blick auf die Küche oder Terrasse
  • Zu wenig Platz in der Outdoorküche
  • Zu wenig Platz auf der Terrasse

Überlegung für den Neubau:

  • Mehr Platz in der Outdoorküche
  • Mehr Platz auf der Terrasse
  • Küche und Terrasse sollten verbunden und dennoch getrennt sein
  • Verkabelung bis in die letzte Ecke für Licht usw.
  • Ein nicht sichtbarer Bereich für Grills, die aktuell nicht gebraucht werden
  • Ein Platz für den gewünschten Ofyr
  • Konstruktion aus Holz (Douglasie), da ich zur Miete wohne und beim Auszug alles aus Stein abreissen muss
  • Ein großer Tisch mit viel Platz und genug Sitzmöglichkeiten

Der Umbau und die Gründe, wie und warum was gemacht wurde:

  • Alles bis auf das Carport wurde abgerissen, da dieses errichtet wurde bevor die Siedlung (nicht einzelne Gebäude) unter Denkmalschutz gestellt wurde. Hätte ich das Carport abgerissen, dürfte ich es nicht neu bauen. So habe ich das alte Dach demontiert und mit neuen Platten ersetzt, gleichzeitig wurden einige lichtdurchlässige Platten verbaut, um besseres natürliches Licht für Fotos zu haben. Da der neue Holzboden höher war als der alte, musste auch das Carport höher werden. Dafür wurde jeder tragende Balken einzeln demontiert und um 8 cm verlängert (8×8 cm Stein und Bodenhülse). Trotz dieser Verlängerung steht das Carport stabil.
  • Der Boden wurde im Carport und Richtung Terrasse um bis zu 5 cm abgesenkt, die angefallene Erde habe ich dazu genutzt Löcher zu stopfen.
  • Im Terrassenbereich musste nur das Gras stellenweise entfernt werden.
  • Die Unterkonstruktion wurde auf Sockel verlegt, 15 cm Beton und Stein sollten auf Dauer für eine stabile Grundlage ausreichen und das Holz vor Feuchtigkeit schützen. Ich habe mich bewusst gegen eine Frostsperre entschieden, ausreichend Beton ist ja drunter und in den letzten Jahren hatten wir mal maximal 2-3 Tage/Jahr Frost.
  • Der Holzzaun trennt die Outdoorküche sowie die Terrasse von meinem „Lager“. Dahinter befindet sich ein ca. 2 m breites Stück Garten bei dem ich einen Teil der alten Bodenfliesen verlegt habe und nun alle Grills, die ich nicht brauche, abstelle. Die Tür im Zaun ist abschließbar.
  • Die Outdoorküche sowie die Terrasse sind zwar eins, aber dennoch getrennt, dafür sorgt eine Stufe. In diese Stufe und einen Teil der Terrasse wurde auch der Ofyr eingelassen. Dieser ist unbestritten der Mittelpunkt der Grill-Lounge und dient nicht nur dem Zubereiten von Essen. Auf der einen Seite ist er die perfekte Feuerschale für gemütliche Abende auf der Terrasse, kann aber auch als „Biertisch“ von der Küche aus benutzt werden. Mit dem Ofyr habe ich mir übrigens ein lang gehegten Wunsch erfüllt.
  • Die Terrasse ist ein weiterer Hingucker geworden. Ein 3 m langer Teakholz Tisch inkl. Stühlen und 3 m Bank füllen den Sitzbereich. Lange haben wir gesucht und uns dann für diese Sitzgruppe von Hartman entschieden, trotz der Größe wirkt der Tisch elegant und nicht klobig. Die Bank lockert das Ganze auf und die Stühle, obwohl aus Kunststoff, sind richtig bequem und fühlen sich wertig an. Ohne zu erschlagen füllt die Sitzgruppe die Terrasse und lädt zum verweilen ein.
  • Der Sonnenschirm ist aktuell noch nicht an seiner endgültigen Position, sobald er das ist  bekommt er eine Bodenhülse, so dass die Gewichte verschwinden können. Mit 3,5 m Länge und 3 m Breite überdacht er perfekt den Sitzbereich.
Grillecke 2013

Die Kosten für den Umbau (ohne Ausstattung):

  • Bodendielen und Konstruktionsholz aus Douglasie  ca. 990 €
  • Dachplatten inkl. Schrauben 130 €
  • Neuer Akkuschrauber (der alte hat es nicht überlebt) ca. 120 €
  • Beton und Steine ca. 140 €
  • Bodenanker für den Zaun 68 €
  • Zaun ca. 400 €
  • 1200 Edelstahlschrauben ca. 100 € (online deutlich günstiger)
  • Stromkabel 100 €

Alles in allem kommen wir auf ca. 2100 €, das liegt aber auch daran, dass ich viele Dinge wie Licht, Teile der Stromversorgung sowie das Carport wiederverwendet habe. Auch der Boden für mein „Lager“ war schon vor langer Zeit bezahlt. Dazu kommt noch die Hilfe von Alex , die ich mir mit einigen Steaks in der „Mittagspause“ erschlichen habe. VIELEN DANK nochmal, ohne dich hätte ich das nicht geschafft. Insgesamt reden wir auch von insgesamt ca. 90 Arbeitsstunden, nicht viel aber dennoch am Ende echt anstrengend waren.

Die Ausstattung der Grill-Lounge:

Dazu gibt es ein kleines Video auf IGTV einfach HIER KLICKEN. Für die, die kein Instagram haben, kommen hier die einzelnen Grills und Bauteile…

Den Bau könnt ihr auch Bild für Bild verfolgen, habe die Bilder mit entsprechenden Kommentaren versehen…

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