Messerschmieden bei Schmiedeglut

Die Idee, mein eigenes, handgemachtes Messer in den Händen zu halten, schwebte mir schon lange Zeit im Kopf. Nun war es endlich soweit: Messerschmieden bei Schmiedeglut stand auf dem Program.

Der einzige „Wermutstropfen“ war, dass das Team von Kabel 1 „Abenteuer Leben“ einen taffen Zeitplan hatte und ich so nicht alles so machen konnte, wie es eigentlich bei einem Schmiedekurs abläuft. Dies hatte wiederum den Vorteil, dass ich viel Hilfe von Nandger, also „Mr. Schmiedeglut“ himself, bekommen haben.

Meine Erfahrung mit Messerschmieden bei Schmiedeglut:

Wer der Meinung ist, dass Messerschmieden ein Kraftakt ist, der hat nur teilweise recht. Das Schmieden des Messers ist zwar mit Kraft verbunden, aber gleichzeitig muss diese auch sehr präzise und punktuell angewandt werden – und das ist verdammt schwer. Mit einem schweren Hammer auf ein Stück glühenden Metalls rumzukloppen kann jeder, aber damit ist es nicht getan. Es ist laut, heiß, überall fliegen Funken und dazu muss man innerhalb von maximal 90 Sekunden das Stück Metall so bearbeitet haben, dass es später ein vernünftiges Messer wird. Als Schwierigkeit kommt noch dazu, dass man den Messerrohling nicht beliebig oft erhitzen kann. Glaubt mir, ich war echt froh das Nandger die ganze Zeit da war und mir jederzeit geholfen hat. Nebenbei hat er noch locker die Zeit gehabt, ein anderes Messer für die TV Sendung zu schmieden, man könnte glatt meinen er macht das öfter…

Der Damast-Messer-Rohling muss nach dem Schmieden erstmal eine Nacht „ausglühen“ weshalb es erst am nächsten Tag weiterging – und das war auch der Tag, der mich vollkommen überraschte. Der erste Tag lief ja so ab wie ich mir das vorgestellt habe, aber am zweiten Tag bekam das Messer seine endgültige Form, Schilf und den Messergriff. Hier war eine Präzision gefragt, die mir auch etwas Angst machte. Stellt euch vor, ihr arbeitet den ganzen Tag an einem Messer-Rohling und wenn ihr nicht aufpasst, habt ihr diesen in wenigen Sekunden verpfuscht.

Nandger war stets zur Stelle und hat mir genau über die Schultern geschaut und geholfen. Es war wirklich unglaublich mit welcher Genauigkeit er das Schleifen verinnerlicht hat oder wie meine nicht so akurat geleiteten Arbeitsschritte von ihm „ausgebügelt“ wurden. Auf der einen Seite „rohe Gewalt“ und dann wieder „filigrane Perfektion“, das ist ein Spagat, der auf diesem Niveau nicht ganz so easy zu meister ist. Ums kurz zu machen: Ich kann es ehrlich gesagt nicht.

Der schönste Moment des Tages war für mich der Augenblick, als das Messer aus dem Säurebad geholt wurde und das Damast-Muster zum Vorschein kam. Es war „Liebe auf den ersten Blick“.

Sobald es ein Link zum TV-Beitrag gibt, werde ich diesen hier einbinden – alles aufzuschreiben, was bei einem Schmiedekurs so passiert, ist echt zu viel!

HIER GEHT ES ZUM TV-BEITRAG

Meine persönliche Meinung zum Messerschmieden bei Schmiedeglut:

Ein geiles Erlebnis!!!

Jedes Mal wenn ich mit dem Messer arbeite, freue ich mich darüber, dass es „MEIN“ Messer ist – und ganz nebenbei liegt dieses noch perfekt in der Hand und ist verdammt scharf!

Ich werde 100%ig noch einmal ein Damast Messer schmieden, allerdings mache ich vorher noch ein einen „kleinen

Messerkurs. Für ein perfektes Messer fehlt mir dann doch auf Anhieb die Fingerfertigkeit.

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